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Rostlöcher im Containment

Seit 2009 hat man in beiden AKW Beznau deutliche Korrosion im unteren Bereich der Containments gemessen. Das Containment ist die äussere Stahldruckschale, die Hülle, in welchem der Reaktorteil eingebaut ist: Dieser besteht aus dem Reaktordruckbehälter, in welchem die Kernspaltung stattfindet, dem Wärmetauscher, den Dampf- und den Kühlleitungen, sowie allen Notkühlsystemen.

Das Containment soll bei einem Grossunfall dazu dienen, dass die Umwelt nicht – oder wenigstens in eingeschränktem Rahmen – verseucht wird. Diese Funktion hat bei Fukushima versagt. Die Folgen sind verheerend. Das Containment ist eine zentrale Komponente in einem Atomkraftwerk. Ob es hält, kann nie direkt mit Überdruck getestet werden. Das wäre zu aufwändig und zu gefährlich. Man bestimmt die aktuelle Festigkeit mit Leckratentests. Zudem ist das Containment nicht austauschbar, seine Beschädigung bedeutet das Aus für ein AKW. Deshalb setzen die Betreiber alles daran, auf das Korrosionswachstum Einfluss zu nehmen und immer wieder neue Bewertungsmethoden einzusetzen, welche allenfalls günstigere Resultate zeitigen.

Die Korrosion ist im Laufe der Jahre durch borsäurehaltiges Wasser an den Übergängen der Betonabstützung innerhalb und ausserhalb des Containments und des Stahls entstanden. Anstatt die Sicherheit als oberstes Gebot anzunehmen, experimentieren Axpo und ENSI mit verschiedenen neuen „zerstörungsfreien“ Messmethoden. Das Ziel dieser Versuche ist, das Korrosionswachstum so genau zu verfolgen, dass man Sicherheitsreserven minimieren kann. In den Gutachten zu den AKW Beznau steht schon 2004, dass im Block 1 Korrosionsstellen von bis zu 10% der Wandstärke(
~5cm Wandstärke: Aging and Life Extension of Major Light Water Reactor Components ISBN: 0 444 89448 9) gefunden worden seien.

Heute beträgt die Risstiefe 4 Millimeter von Innen, über 5 Millimeter von aussen (Sicherheitstechnische Stellungnahme der HSK zur Periodischen Sicherheitsüberprüfung des KKW Beznau, Nov 2004). Die Betreiber geben zudem offen zu, dass sie nur an wenigen Stellen überhaupt messen können. Deshalb geben sie den Rissen noch virtuelle Zuschläge.


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